Masern: Impfung dringend empfohlen

Masern Impfung schützt

Die Anzahl der registrierten Masernfälle liegt im heurigen Jahr mit 52 schon jetzt (Stand 20.02.) bei zwei Drittel der Fälle für das gesamte Jahr 2018 (77 Fälle). Leider wird diese Krankheit immer noch vielerorts als harmlose Kinderkrankheit abgetan. Dies ist ein Trugschluss - wir raten daher dringend sich und Ihre Umwelt durch die kostenlose Impfung zu schützen!

Masern sind eine schwere, extrem ansteckende Erkrankung und können bei Ungeimpften gravierende Langzeitfolgen hervorrufen.

Der beste und einfachste Schutz gegen Masern und mögliche Krankheitsfolgen ist eine Impfung.

Die Symptome bei Masern sind:

  • hohes Fieber,
  • typischer Hautausschlag (rote, grobflächige Flecken)
  • und Bindehautentzündung
  • Schnupfen, Husten

Die Erkrankten sind vier Tage vor bis vier Tage nach Auftreten des Ausschlags hoch ansteckend.

Wichtige Fakten zu Masern:

Die Krankheitsfolgen von Masern können schwerwiegend sein! Eine Erkrankung schwächt die Abwehrkräfte des Körpers dermaßen, dass über mehrere Jahre hinweg das Risiko, an einer anderen Infektionskrankheit zu sterben, erhöht ist. Bei 20 von 100 Fällen von Masern treten Komplikationen wie Bronchitis, Mittelohr- und/oder Lungenentzündung auf. Jeder vierte Erkrankte wird ins Krankenhaus eingeliefert.

Bei 1-2 Personen von 1.000 Erkrankten kommt es zu einer lebensbedrohlichen Gehirnentzündung. Selten kann Jahre später ein Gehirnzerfall auftreten, der immer tödlich verläuft. Man nennt diese Spätfolge subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Besonders gefährdet für SSPE sind Kinder, die im ersten Lebensjahr erkranken oder während der Geburt angesteckt werden. Hier erkrankt 1 Kind von 600 Masernerkrankten an SSPE.

Die Impfung:

Die Masernimpfung ist eine sogenannte „Lebendimpfung“. Sie besteht also aus abgeschwächten aber noch vermehrungsfähigen Keimen, die bei Gesunden keine Erkrankung auslösen. Hier ähnelt die Reaktion auf die Impfung einer natürlichen Infektion. Der Impfstofferreger vermehrt sich, der Körper reagiert und das Immunsystem bildet Antikörper, die einen sehr langanhaltenden Schutz gewährleisten.

Welche Nebenwirkung kann die Impfung haben?

Weil sich die Impfstofferreger im Körper erst vermehren müssen um das Immunsystem anzuregen ist mit einer möglichen Reaktion auf die Impfung ( Fieber, leichter Ausschlag) frühestens nach 5-7 Tagen zu rechnen.

Nach welchem Schema wird geimpft?

Empfohlen sind 2 Impfungen gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) im Abstand von mindestens 4 Wochen ab dem vollendeten 9. Lebensmonat. Wird vor dem vollendetem 1. Lebensjahr geimpft, sollte die 2. Impfung erst nach 3 Monaten erfolgen.

Die Masernimpfung ist im Rahmen des kostenlosen Kinderimpfprogrammes frei erhältlich . Erwachsene bekommen die Impfung ebenfalls kostenfrei über die Gesundheitsbehörden

(zB BH Freistadt Sanitätsdienst)

Und in der Schwangerschaft?

Da der MMR Imfpstoff ein Lebendimpfstoff ist, ist er in der Schwangerschaft kontraindiziert!

(Gilt nicht für Totimpfstoffe)

Wer nicht ausreichend gegen Masern geimpft ist, kann es im Falle eines Kontakts mit einer an Masern erkrankten Person von der Gesundheitsbehörde bis zu 21 Tage vom Besuch von öffentlichen Einrichtungen wie Arbeit, Kindergarten, Schule, Hort, etc. ausgeschlossen werden. (vgl. §§ 6 ff. des Epidemiegesetzes).

Was tun bei Verdacht auf Masern:

Bitte kontaktieren Sie uns UNBEDINGT  VORHER telefonisch, damit eine Übertragung in unseren Warteräumen verhindert werden kann.

Masern ist nur von Mensch zu Mensch übertragbar. Aus diesem Grund ist es theoretisch möglich das Virus durch eine hohe Durchimpfungsrate auszurotten.

Je mehr Menschen gegen Masern geschützt sind, desto eher werden Masern ausgerottet.

 

Quellen:

https://www.sozialministerium.at/site/Gesundheit/Krankheiten_und_Impfen/Krankheiten/Uebertragbare_Krankheiten/Infektionskrankheiten_A_Z/Masern

https://broschuerenservice.sozialministerium.at/Home/Download?publicationId=678

https://ecdc.europa.eu/en/measles